Sth Basel Dies Academicus Diplom Matthies.jpg

Allgemeine Veranstaltung Das war der Dies academicus 2018

Als der Senat der STH Basel auf die Bühne ging, um den Absolventinnen und Absolventen zu gratulieren, für sie zu beten und sie zu verabschieden, wurde mir bewusst, wie sehr sich die STH Basel in meinen Studienjahren personell verändert hatte. Als ich 2008 mit meinem Studium begann, waren nur zwei Senatsmitglieder bereits an der STH Basel tätig, ein Professor fing zeitgleich mit mir an. Ein Senatsmitglied habe ich sogar noch als Studenten erlebt. Auch im Mitarbeiterteam gab es einen grossen Umbruch: Sämtliche Mitarbeitende wurden im Verlauf der vergangenen zehn Jahre pensioniert oder nahmen eine neue Arbeit an. Dazu passt auch, dass sich der Auftritt der STH Basel gegen aussen veränderte. Die Werbe- und Informationsmittel wurden komplett neu gestaltet. Etliche Renovationen haben das Aussehen des Gebäudes verändert. Ist die STH Basel noch dieselbe?
Die Antwort ist: Ja. Das Fundament der STH Basel – universitäre Theologie auf biblischer Grundlage zu lehren und zu lernen – hat sich über all die Jahre nicht verändert. Vieles wurde erneuert und ins 21. Jahrhundert «übersetzt». Doch die Kernüberzeugungen der STH Basel bleiben seit bald 50 Jahren bestehen.

Am 22. September wurde das 49. Studienjahr der STH Basel im grossen Saal des Landgasthofs Riehen feierlich eröffnet. Die zahlreichen Besucher hörten Prof. Dr. Lukas Kundert, den Kirchenratspräsident der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt, in seinem Grusswort von «guten Aussichten» sprechen. Damit meinte er nicht zuletzt die 15 Bachelorabsolventinnen und -absolventen, die drei Masterabsolventen und die rund 20 Studienanfänger, die in den ersten Reihen sassen. Prorektor Pfr. Dr. Jürg Buchegger führte die Anwesenden in der anschliessenden biblischen Betrachtung in den Psalm 91 und teilte einige Gedanken zum Schutz Gottes.

«Enttäuschungen sind ein Segen», überraschte Helmut Matthies, der langjährige Leiter des evangelischen Nachrichtenmagazins idea die Zuhörer, «denn sie führen uns aus Täuschungen in die Wahrheit». Anhand seiner eigenen Biografie und vieler Beispiele führte er aus, wie das Vertrauen auf Gott und seine Zusagen trotz Rückschlägen und Enttäuschungen wachsen kann. Besonders betonte er, dass Schwierigkeiten und Zweifel im Glaubensleben nicht verdrängt werden dürften. «Wenn wir Schwächen abstreiten, kann unsere Verkündigung krank machen», ermahnte er die angehenden Pastoren. Matthies zeigte auf, dass Gottes Wort die Widrigkeiten des Lebens nicht ausblendet: «Wir müssen die Heilige Schrift in ihrer Gesamtheit sehen! Wenn man jedoch nur die Glanzstellen der Bibel für sich in Anspruch nimmt, so kann das jedoch zu Irritation und Überforderung führen.» Auf diesem Fundament könne man Vertrauen in Gott gewinnen und sich auf seine Zusagen verlassen.

David Brander, MTh-Absolvent

Impressionen

Fotogalerie Dies academicus

Fotogalerie Apéro an der STH Basel

Videoaufnahmen

Grusswort von Prof. Dr. Lukas Kundert

Münsterpfarrer und Kirchenratspräsident der Ref. Kirche Basel-Stadt

Grusswort – Prof. Dr. Lukas Kundert from STH Basel on Vimeo.

Biblische Betrachtung «Unter dem Schutz des Höchsten – kein Ruhekissen»

Pfr. Dr. Jürg Buchegger, Prorektor der STH Basel

Biblische Betrachtung von Psalm 91 – Pfr. Dr. Jürg H. Buchegger from STH Basel on Vimeo.

Festvortrag «Vom Segen der Enttäuschungen»

Helmut Matthies, langjähriger Chefredaktor und nun Vorstandsvorsitzender idea Spektrum Deutschland

«Vom Segen der Enttäuschungen – Worauf man sich verlassen kann» – Helmut Matthies from STH Basel on Vimeo.