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Die universitäre Theologie der STH Basel

Die STH Basel ist eine Stätte wissenschaftlicher Forschung und Lehre im Bereich der evangelischen Theologie. Unser Anliegen ist, dass die biblische Grundlage für den Bau der Gemeinde Jesu beachtet und erhalten bleibt. Warum ist die biblische Grundlage für den Gemeindebau entscheidend und was bedeutet das in Bezug auf das universitäre Theologiestudium an der STH Basel? Unsere Fachbereichsleiter haben sich diesem Thema gewidmet. Bis August 2020 werden aus allen sechs Fachbereichen Aufsätze veröffentlicht.

Abonnenten der STHPerspektive erhalten bis August 2020 den jeweils zum gleichen Zeitpunkt erscheindenden Aufsatz mit der Post als Zugabe. Über das Formular am Ende der Seite können Sie die STHPerspektive (erscheint kostenlos 5x im Jahr) bestellen.
 
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Altes Testament

Altes Testament Als Teil Der Universitären Theologie Der Sth Basel

Gedanken aus gesamttheologischer und alttestamentlicher Perspektive

«Bibeltreue» ist ein Wort, das oft nicht bloss zur Klärung von Positionen gebraucht wird, sondern manchmal auch als polemische Bezeichnung den anderen «Bibeluntreue» unterstellt und damit das Gespräch von Vornherein zum Abbruch bringt. Falsch verstanden bringt es die Gefahr mit sich, die menschliche Treue zur Grundlage des Glaubens zu erheben. Der Apostel Paulus dagegen schreibt: «Sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen» (2 Tim 2,13). Das Fundament des christlichen Glaubens ist die Treue Gottes gegenüber untreuen Sündern. Wenn ich mich in diesem Beitrag mit «Treue zur Bibel» befasse, so möchte ich skizzieren, in welchem Sinn die Rede von «Bibeltreue» dennoch ihre Berechtigung haben kann.
 
Der erste Teil dieses Aufsatzes wendet sich der Frage zu, welchen Stellenwert die Treue des Christen im christlichen Glauben haben soll und inwiefern die Bibel der Gegenstand ist, auf den sich diese Treue richtet. Der zweite Teil gilt der sehr alten und zugleich aktuellen Frage, welchen Platz das Alte Testament in der christlichen Bibel haben kann und haben soll. Und in einem dritten Teil soll im Zueinander von Altem und Neuem Testament gezeigt werden, wie es schon im Urchristentum dazu kam, Jesus nicht nur als davidisch-irdischen Messias zu sehen, sondern ihn auch als Gott von Ewigkeit her anzubeten.
Sth Basel Ass. Prof. Dr. Benjamin Kilchoer Min

Treue zu der einen Bibel

Ass.-Prof. Dr. Benjamin Kilchör
Fachbereichsleiter für Altes Testament

Neues Testament

Eine biblisch-neutestamentliche
Verpflichtung und ihre Auswirkungen

Paulus fordert in 2 Tim 2,15 seinen langjährigen Schüler und Mitarbeiter vor seiner Hinrichtung auf, sich dadurch vor Gott bewährt zu erweisen, dass er «das Wort der Wahrheit in gerader Richtung schneidet», um sich somit «bewährt darzustellen»1. Diese Verantwortung gegenüber dem Wort Gottes im Lehrauftrag für die christliche Gemeinde wird in den Timotheusbriefen besonders stark betont, und das (nicht nur) angesichts der Gefahr der Verführung durch falsche Lehren. Die «gesunde» bzw. gesundmachende Lehre,2 welche im «zuverlässigen Wort» Gottes begründet ist,3 soll weitergegeben werden. Denn nur dadurch kann es zu einem «gesunden Glauben» kommen,4 welcher eine Auswirkung auf die ganze Persönlichkeit haben wird.

Im Folgenden liegt der Schwerpunkt nicht darauf, die Zuverlässigkeit dieses Wortes Gottes zu verteidigen.5 Es soll vielmehr dargelegt werden, warum es auch heute noch von zentraler Bedeutung ist, dass die Bibel in den christlichen Gemeinden in ihrer Breite und Tiefe verkündigt und gelernt wird, wobei das Selbstzeugnis der Bibel in Bezug auf ihre Zuverlässigkeit in jeder Hinsicht grundlegend ist. Petrus erwähnt in Bezug auf die Briefe «unseres geliebten Bruders Paulus», dass «die Unwissenden und Unbefestigten» diese «wie auch die übrigen Schriften verdrehen», und sie tun das «zu ihrem eigenen Verderben» (2 Petr 3,16). Wenn wir Gottes Wort einseitig bzw. abwegig verkündigen, so rauben wir uns selbst den Reichtum, den Gott uns schenken möchte. Zudem soll es im Folgenden auch darum gehen zu zeigen, welchen Beitrag die biblische (neutestamentliche) Exegese leisten sollte.

Die Wahrheit des Wortes Gottes besitzen wir (auch als Verkündiger) nicht einfach; wir dürfen und sollten ständig im Wort Gottes, der Bibel, forschen und graben, um «aus dem Schatz» fortwährend «Neues und Altes» hervorzubringen (Mt 13,52). Das ist nicht nur für die «Liberalen» eine Herausforderung, sondern auch für die «Konservativen», da der Massstab für das, was richtig und nicht richtig ist, nicht in uns liegen kann. Vor allem geht es darum, dass wir auch als Verkündiger des Wortes Gottes in dem wandeln, was Gott «zuvor bereitet hat» (Eph 2,10). Nur dadurch, dass dieses Wort Gottes immer wieder neu auf den Leuchter gestellt wird, kann die Gemeinde Jesu weiterhin ein Licht für die Menschheit sein. Das setzt aber eine demütige selbstkritische Haltung voraus, welche wir uns stets neu schenken lassen sollten.

Sth Basel Rektor Prof. Dr. Jacob Thiessen Min

Aus der biblischen Fülle verkündigen

Prof. Dr. Jacob Thiessen
Fachbereichsleiter für Neues Testament

Neues Testament Sth Basel

Historische Theologie

Aufsatz Historische Theologie

Kirchengeschichte als Auslegungsgeschichte der Heiligen Schrift

Die Treue zum Wort Gottes ist im Lauf der Geschichte zu bewähren. Wenn Christen verstehen, welche Bewährungsprobe es gab, was gläubige Menschen gelernt haben im Laufe der Zeit und im Bestehen von Bewährungsproben, aber auch, wenn sie sehen, wie solche Proben nicht bestanden wurden, wie gläubige Menschen in die Irre gingen oder sogar den Glauben verloren – dann lernen sie für ihren eigenen Glauben und ihr eigenes Leben.

Um dieses Verstehen und Lernen geht es in der sogenannten Historischen Theologie, die man auch Kirchengeschichte nennt. Dieses Fach hat mit allen anderen Fächern der Theologie zu tun: mit dem Studium der Bibel des Alten und des Neuen Testaments, mit der Praktischen Theologie, der Missionswissenschaft, der aus Dogmatik und Ethik bestehenden Systematischen Theologie und mit der Philosophie, die, so wie rechte Philosophie sein soll, auf die Theologie bezogen werden muß. In all diesen Fächern geht es um Bewährung der Treue zu Gottes Wort.

Überall, wo solche Bewährungsproben in der Vergangenheit stattgefunden haben, hat man mit Historie zu tun. Gegenwärtige Theologen können daraus lernen und so treiben sie dann Historische Theologie. Die Historische Theologie ist sozusagen ein Querschnittsfach, das durch alle anderen Fächer hindurch geht. Man kann von den Auslegern früherer Zeiten lernen, wie das Alte und das Neue Testament zu verstehen ist; man kann seinen Verstand für die Systematische Theologie schärfen durch das Studium der Meister systematisch-theologischen Denkens, man kann sehen, wie zum Beispiel in der Reformation Gemeindeaufbau stattfand und daraus für die Praktische Theologie lernen.

Sth Basel Prof. Dr. Sven Grosse Web Min

Treue zur Bibel im Laufe
der Geschichte

Prof. Dr. Sven Grosse
Fachbereichsleiter für Historische Theologie

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